Wirtschaftlich in aller Kürze


Titelstory . Individuelle Ideen, passende Kurzteil-Konzepte

Ein besonders interessantes Spektrum bei der Rohrbearbeitung sind zweifellos die Kurzteile. Wir sagen auch gerne dazu:   Alles, was in die Hosentasche passt.“ Doch die Herausforderung liegt wie so oft im Detail und ist meistens auch eine Frage der Perspektive.

Denn die Anforderungen unserer Kunden sind völlig unterschiedlich. Dementsprechend entwickeln wir auch unsere Fertigungskonzepte ganz individuell. Ein Kurzteil kann in seiner Wertigkeit völlig unterschiedlich betrachtet werden. Für denjenigen, der es kauft, ist es klein und müsste also erwartungsgemäß günstig sein. Für den, der es herstellt, ist es mit demselben Arbeitsaufwand zu sehen wie ein langes Bauteil. Allerdings ist es im Vergleich zum Großteil schwieriger herzustellen. Natürlich ist hier entscheidend, welche Arbeitsgänge und Bearbeitungen an solchen Kurzteilen durchgeführt werden müssen. Ist es das Trennen, spanlos vom Coil oder von der Stange? Oder sind eine spezielle Umformung und das Biegen gefragt?

Erst bearbeiten, dann biegen

Für eine bessere Wirtschaftlichkeit entwickeln wir bei transfluid® unsere Anlagen-Konzepte so, dass zunächst die Bearbeitung am geraden Teil durchgeführt wird und das Biegen als letzter Arbeitsgang erfolgt. Die typischen Kurzteile verfügen meist über nur einen Bogen oder sie sind nur gerade und damit extrem kurz. Häufig kommen solche Teile in Filtergehäusen zum Einsatz oder sie bieten auch in anderen geschlossenen Behältern eine Anschlussmöglichkeit für den Vorlauf und Rücklauf.

Damit ist die Formgebung hier relativ eindeutig. Auf der einen Seite des Bauteils ist dies meist eine Sicke mit einem geraden kalibrierten Ende. Dieses Ende verfügt meist über eine Presspassung oder zumindest über eine sehr genau tolerierte Passung, die dann später entsprechend eingelötet oder dicht eingepresst werden kann. Die andere Seite des Kurzteils wird häufig mit einem Schlauch verbunden. Dafür werden dort eine einzelne Schlauchsicke am Ende oder eine Schlauchanschlagsicke und ein vorderer Konus angebracht.

Wirtschaftlich in aller Kürze

Große und kleine Nennweiten

In der Anwendung werden meist zwei unterschiedliche Rohrgeometrien umgesetzt. Sie sind zumindest in unterschiedlichen Winkeln gebogen oder einmal gebogen und einmal als gerader Anschluss gefertigt. Die Bauteile werden sehr oft aus kleineren Nennweiten und dünnen Wandstärken hergestellt. Andererseits gibt es auch sogenannte Pressfittings, die dafür verwendet werden, Wasser- oder Luftleitungen lötfrei zu verlegen. Hierbei kommen auch größere Nennweiten zum Einsatz und unterschiedlichste Materialien.

Zwei Teile gleichzeitig umformen

Da wir die gesamten Anforderungen an diese Bauteilherstellung maschinentechnisch abdecken, ist die folgende Umsetzung möglich: Zunächst erfolgt das spanlose Trennen der Rohrstücke vom Coil oder von der Stange. Unmittelbar danach formt die Anlage auf einer Seite um. Hierbei ist es durchaus möglich zwei Werkstücke gleichzeitig umzuformen. Ein automatisches Handlingsystem transportiert sie – gegebenenfalls auch mit einer Wendestation, um die zweite Rohrseite zu bearbeiten – in eine weitere Umformeinheit. Dort wird das Kurzteil umformtechnisch komplettiert. Danach erfolgt der Transport in die Biegeeinheit. Sie finalisiert die Werkstücke sehr kompakt und effizient.

In 4 Sekunden zum Kurzteil

Selbstverständlich können noch weitere Prozesse integriert werden, wie zum Beispiel das Markieren, eine optische Kontrolle der Bauteile oder eine Verbesserung der Oberflächen nach dem Rollierprozess. Kurzteile können mit unseren transfluid®-Systemen in einer Taktzeit von etwa 4 Sekunden komplett fallend hergestellt werden. Der Trennvorgang ist hierbei der schnellste Prozess. Daher kann eine Trennanlage auch noch eine zweite Linie beschicken oder auch für weitere Bauteile genutzt werden.