Mit minimalem Werkzeugaufwand zur komplexen Form

Rollierende Rohrumformung meistert effizient auch anspruchsvolle Herausforderungen

Die Anforderungen an die Rohrbearbeitung steigen. Geometrien werden immer komplexer, Werkstoffe vor dem Hintergrund des zunehmenden Leichtbaus immer fester. Gleichzeitig wird der Ruf nach Wirtschaftlichkeit über alle Branchen hinweg immer lauter. Eine Lösung bietet hier die rollierende Rohrumformung von Transfluid – ein Verfahren, das besondere Möglichkeiten für die Formgebung eröffnet und den Einsatz von Werkzeugen auf ein Minimum reduziert. Seine besonderen Stärken spielt die rollierende Technik insbesondere dann aus, wenn eine Formgebung an bereits axial umgeformten Rohren erfolgen soll, scharfkantige Konturen für Dichtelemente erzeugt werden müssen oder perfekte Oberflächen erforderlich sind.

Ein Rollkopf, unterschiedlichste Prozesse

Für die werkzeugunabhängige Rohrumformung und die Gestaltung nahezu frei geformter Geometrien verfügen alle t form Sickenrollmaschinen (SRM) der Spezialisten für Rohrbearbeitungsmaschinen über einen servoelektrischen Antrieb und bei Bedarf über eine einfach zu bedienende CNC-Steuerung. Funktionen verschiedener Achsen lassen sich auf diese Weise überdeckend fahren. Da sämtliche Einstellparameter hinterlegt sind, entfällt aufwändiges Justieren, was wertvolle Zeit spart. Der Umformprozess ist dabei gleichermaßen von außen nach innen und von innen nach außen möglich. Weiterer Vorteil der rollierenden Rohrumformung: Selbst vollkommen unterschiedliche Geometrien lassen sich mit nur einem Werkzeug abbilden  einer Spannbacke und – dem Rollkopf. Werkzeugverschleiß ist bei einem Rollierprozess fast gänzlich ausgeschlossen . Auf ein Minimum reduzieren lassen sich außerdem die im Umformprozess notwendigen Schmiermittel.

Hochfeste Werkstoffe und Formen mit Flanschen

Sind sehr anspruchsvolle Umformungen an hochfesten Werkstoffen nötig, kommt ein geschlossener Rollkopf zum Einsatz. Die Formrollen sind darin komplett gestützt. Umformungen an sehr komplexen Geometrien ohne Raum in axialer Richtung werden mit drei Rollen geformt, die in einer offenen Konstruktion aufgenommen werden. So lässt sich die Rollgeometrie direkt an einer Rohr-/Flanschverbindung ausführen. Mit dem gleichen Rollkopf und den entsprechenden Rollen ist es außerdem möglich, Gewinde zu rollen oder Rändelungen an Bauteilen anzubringen – je nach Anforderungen mit oder ohne Formgebung. Auch Nachbeschnitte an bereits gebogenen Bauteilen setzt die rollierende Rohrumformung spanlos und nahezu gratfrei um.

Formen und trennen

Sollen aufwändige Geometrien nahezu ohne Spannlängen geformt werden, sorgt dafür ein Rollkopf, der den Roll- oder Trennvorgang über zwei Rollen ermöglicht. Eine Rolle ist dabei stützend innen oder außen am Rohr positioniert, während die Gegenrolle formgebend zugestellt wird. Schon ab 12 mm Rohrinnendurchmesser lässt sich eine solche innere Stütz- oder Formrolle verwenden, wobei unterschiedlichste Werkzeugpaarungen zum Einsatz kommen können. Dadurch ist es beispielsweise möglich, gleichzeitig zu formen und zu trennen. Weiterer Vorteil dieser Technik: die exzellente Oberflächengüte, die sie in der Umformung erzeugt. Auch kann an bereits gebogenen Rohren meist auf kostenintensive Formspannstücke verzichtet werden. Grund sind die extrem geringen Belastungen, die sich beim Rollvorgang auf das Rohr übertragen.

Für den Fall, dass die rollierende Rohrumformung bei speziellen Formgebungen an ihre Grenzen stößt, lassen sich natürlich auch bereits gestauchte Rohre dem Rollierprozess zuführen – oder die Rolliermaschine wird direkt mit einer Stauchmaschine kombiniert. Mit seinen Kombinationsmaschinen bietet Transfluid auch für diese Herausforderung eine Lösung und selbst extreme Umformungen gelingen zuverlässig und sicher.

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