Das richtige Werkzeug für die Bestform

Bei seinen Rohrumformungsmaschinen setzt Transfluid den Fokus auf die Werkzeugtechnik

Vielfalt ist je nach Branche und Anwendungszweck eines Rohres eine grundsätzliche Herausforderung bei der Entwicklung von Umformungstechnologien. Doch bei dieser Diversifikation ist nicht die Maschine ausschlaggebend für die passende Lösung, sondern vor allem das Werkzeug. Davon ist man bei der Transfluid Maschinenbau GmbH überzeugt. Die Anlage und das Verfahren fallen gemäß den unterschiedlichen, individuellen Ansprüchen natürlich unterschiedlich aus. „Da kann beispielsweise unsere Stauchtechnik gefragt sein, mit einer Leistung von 98 kN, 147 kN oder 196 kN Stauchkraft“, so Stefanie Flaeper, Geschäftsführerin bei Transfluid. „Oder unsere Rolliertechnik, die werkzeugunabhängiges Formen mit nur einem Werkzeug ermöglicht. Auch Kombinationsmaschinen, die axiales und rollierendes Umformen in einer Rohraufspannung abbilden sind unter Umständen notwendig.“

Ausschlaggebend für überzeugende Ergebnisse ist, dass die eingesetzten Werkzeuge über den Prozess die Formgebung jedes einzelnen Produktes sicherstellen. Bei der intensiven kundenspezifischen Werkzeugentwicklung des Unternehmens gehören Herstellbarkeitsanalysen, gegebenenfalls eine Musterfertigung und auch das Prototyping dazu. Für Letzteres steht eine eigens dafür geschaffene Abteilung bereit, in der Spezialisten Bauteile und Werkzeuge bis 45 mm Rohrdurchmesser prüfen.

Nicht einknicken

Ein spannendes Thema ist die Werkzeugtechnik, insbesondere auch bei der axialen Rohrumformung. So setzt Transfluid beispielsweise, soweit es die Taktzeit erlaubt, bei Schlauchanschlüssen häufig eine Zwischenspanneinheit ein. Sie ermöglicht es, die gesamte Geometrie auch innen zu stützen. Die Technik vermeidet so, dass Rohre an sensiblen Stellen nach innen einknicken.

Pneumatische Zuhaltung bewahrt vor Kratzern

Bei Mehrfachstauchungen, die nach dem oben genannten Verfahren nicht hergestellt werden können, setzt Transfluid einstufig 'Backenschiebewerkzeuge' ein. Diese Werkzeuge sind mit einer gesteuerten inneren pneumatischen Zuhaltung ausgestattet. Damit werden Kratzer an der Geometrie vermieden, wenn sich die Spannbacken nach der Umformung öffnen. Und es wird immer die Position der Schiebeelemente erkannt.

Kaltverschweissen verhindern

Eine technische Besonderheit sind Stauchwerkzeuge, die sich beim Vorfahren und beim Zurückfahren der Umformstufe öffnen. Bei längeren Hüben vermeiden sie Berührungen zwischen Werkstoff und Werkzeug. So ist ein Kaltverschweissen zwischen Werkzeug und Werkstoff ausgeschlossen und die Werkstoffoberfläche bleibt unbeschädigt. Mehrfachsicken in Verbindung mit einem Zwischenspanner sind ebenfalls mit dieser Technik herstellbar. Mit der progressiven Entwicklung seiner vielfältigen Werkzeugtechnik bringt Transfluid die Effizienz und Wirtschaftlichkeit seiner 't form'-Rohrbearbeitungsmaschinen weiter voran.

Messe: Blechexpo, Stuttgart, 03.-06.11.2015, Halle 4 / Stand 4000

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Stefan Köhler
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