Der richtige Rahmen für die Rohrbearbeitung


Titelstory . Peripherie als Treiber

Für individuelle Arbeitsabläufe installiert

 

Die Peripherie, die Umgebung, ist meistens fast unbedeutend im Vergleich zum Kern der Sache, um den sich alles dreht. Doch gerade in der Rohrbearbeitung ist die Peripherie der technischen Feinheiten alles andere als randständig. Für individuelle Arbeitsabläufe installiert, garantiert sie den sicheren Prozess oder sichert diesen nachhaltig ab.

Richten wir also den Fokus unseres Interesses einmal auf die Peripherie. Sie hat es sich verdient. Denn beim Biegen und Umformen steht beispielsweise am Ende der Wertschöpfungskette die Auswertung der bearbeiteten Qualität. Auch die Kontrolle und Erfassung, welches Produkt sich gerade in der Fertigung befindet oder welches bereits produziert ist, können relevante Daten für einen gesicherten Ablauf sein. Darum bieten wir mit unseren Technologien nicht nur die Kernprozesse für das Trennen, Biegen, Umformen, Reinigungen oder die Automation an.

Kennzeichnen und selektieren

Bereits beim Rohrtrennen kann eine effiziente Software dafür sorgen, dass die Länge des Ausgangsmaterials optimal genutzt wird. Hierzu benötigt das System lediglich verschiedene Längen und Mengengerüste. Auch die Kennzeichnung von Rohren ist häufig sinnvoll. Denn sie macht ein beliebiges Rohr zum Unikat. Damit kann es einem bestimmten Produkt zugeordnet werden und komplettiert es in der späteren Bearbeitung. 


Natürlich wird dafür das abgetrennte Rohr mit spezifischer Länge in einem entsprechenden Ablagesystem sortenrein abgelegt. Also ebenfalls ein Stück wertvolle Peripherie, die auch eine manuelle oder automatische Weiterverarbeitung in einer Umform- oder Biegemaschine vorbereitet. Hierzu wird der aufgebrachte QR- oder Bar-Code als Identifizierung genutzt. Die entsprechende Maschine kann damit eine klare Zuordnung zu den jeweiligen Biege- oder Umformgeometrien treffen. Dazugehörige Parameter werden aus dem System abgerufen und es besteht die Möglichkeit sie temporär anzupassen.

Wirtschaftliche Bearbeitungsfolge

In einem anderen Prozess kann es vor einer Weiterverarbeitung notwendig sein, die Schweißnaht zu detektieren und zu positionieren. Darüber hinaus ist es möglich eventuell vorab angebrachte Ausbrände von einer Laseranlage zu sichern und manuell oder automatisch zu positionieren. Selbstverständlich kann eine direkte Übergabe von einer Trennanlage zur Weiterverarbeitung erfolgen oder auch eine entsprechende Magazinierung
als Puffer in den Materialfluss integriert werden. In puncto Wirtschaftlichkeit gilt bei solchen chronologischen Abläufen grundsätzlich: erst umformen, dann biegen.

Sichere Rüstvorgänge und Handlingsysteme

Damit das passende Werkzeug richtig nachgerüstet wird, bieten wir elektronische Codiersysteme an. Über die Codierung werden die entsprechenden Prozessparameter und Schritte erkannt. Das stellt auch die Übernahme der Maschinenparameter sicher. Bei all diesen Abläufen ist der Aufbau einer Automation völlig unerheblich. Es kann wahlweise eine manuelle Zuführung sein, ein automatisches Handlingsystem oder etablierte Robotersysteme, die von unserem transfluid®-Spezialisten produkt- oder kundenspezifisch programmiert werden. Diese Handlingsysteme sichern den kompletten Ablauf von der Beladung der Teile bis zur gezielten, lagerichtigen Entladung zur Weiterbearbeitung.

Prüfen und analysieren

Sind Prüfungen der Geometrie gewünscht, ist dies über unterschiedliche Systeme umsetzbar. Hier spielen insbesondere optische Systeme eine tragende Rolle. Sie sind in der Lage eine Geometrie komplett zu vermessen, eine Oberfläche zu untersuchen und simple Geometrien zu überprüfen – oder beispielsweise auch die Anwesenheit und die Lage von gestanzten Löchern oder externen Bauteilen zu überprüfen. Hier ist die Längenmessung wichtig und kann zum Teil sehr einfach realisiert werden. Sind Geometrien anspruchsvoller oder unterliegen einem klar definierten Standard, können zusätzlich Druckprüfungen notwendig sein. Das Erfassen und Auswerten all dieser relevanten Daten macht das Durchführen von cpk-Analysen möglich. Diese Auswertung erfolgt automatisch und wird über Softwaresysteme auch in den unterschiedlichen Bereichen weiterverarbeitet. Sinnvoll im Zuge der Analysen sind natürlich auch eindeutige Ausschleusungen von Gut- und Schlechtteilen. Dies wird in manchen Fällen optisch durchgeführt, wenn Gutteile mit Schutzkappen am Rohrende versehen werden und Schlechtteile dagegen nicht. Die Gesamtheit komplexer Abläufe ist mit solchen Systemen jederzeit beherrschbar. Damit können auch spätere Nutzer alles was so eine Anlage bietet, weiterhin innovativ für das Unternehmen nutzen.

Prüfen und analysieren